Der Beckenboden ist ein sehr häufig unterschätzter und vernachlässigter Muskel. Er verläuft um die Genitalien. Meistens spricht man nur über ihn, wenn Frauen* über Rückbildungsübungen nach einer Geburt sprechen oder bei Inkontinenzproblemen. Dabei kann er noch viel mehr!

Der Beckenboden ist beispielsweise spürbar, wenn Sie dringend aufs WC müssen und zurückhalten. Was sich da anspannt, ist der Beckenboden.

Auch Männer* haben einen Beckenboden, selbst wenn das viele Männer* überrascht. Viel zu selten wird der männliche* Beckenboden thematisiert, obwohl er eine sehr große Bedeutung hat – nicht nur beim Sex.

Doch was tut der Beckenboden und wo ist er zu finden?

Der Beckenboden deckt die ganze Öffnung, die das knöcherne Becken nach unten offen lässt, ab. Er ist der Boden des Rumpfes. Der Beckenboden ist wie eine dreidimensionale Schale im Becken. Das heißt, das knöcherne Becken umgibt den Beckenboden wie ein Rahmen. Die vier markantesten Begrenzungspunkte des Beckenbodens sind die beiden Sitzbeinhöcker, das Steißbein und das Schambein.

Der Beckenboden ist somit die tragende Mitte unseres Körpers und hat eine stabilisierende Funktion für unseren gesamten Körper.

Er hat zwei Hauptaufgaben:

  • Wach sein, reflektorisch gegenhalten: Auf dem Beckenboden ruhen die Organe des kleinen Beckens. Die wichtigste Aufgabe des Beckenbodens ist es, die Organe zu tragen und sie vor Verlagern nach unten (Senkung) zu bewahren. Bei Druckveränderungen im Bauchraum (Husten, Niesen, Springen etc.) muss der Beckenboden sich von selbst anspannen können, um gegenzuhalten. Er hat somit eine Bremswirkung für die Organe.
  • Loslassen/Öffnen: Bei jeder Ausscheidung, bei einer Geburt und beim Geschlechtsverkehr muss der Beckenboden loslassen und sich entspannen können. Außerdem ist er wichtig für die sexuelle Reaktionsfähigkeit. Das kraftvolle Tragen, Stützen und Verschließen ist für unser Wohlbefinden ebenso wichtig wie das Öffnen.

Wie Sie den Beckenboden wahrnehmen und stärken können, erfahren Sie in einem meiner Beckenbodenkurse oder in einem Einzeltraining!

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