Es gibt vier Dinge, die zu sexueller körperlicher Erregung beitragen, nämlich Atmung, Rhythmus, Bewegungsräume und der Beckenboden.

Der Rhythmus

Der menschliche Körper ist wie ein wunderbares Klavier mit ganz vielen Tasten, aus denen diverse Töne kommen können. Man kann ganz langsam oder ganz schnell spielen – oder irgendwas dazwischen. Während eines Musikstückes können die Tempi variieren je nachdem, wie es gerade am schönsten passt. So ist es möglich, viel auszuprobieren. Es gibt Tage, da hat man mehr Lust auf langsame Stücke, dann möchte man lieber etwas Schnelles spielen. Oder man spezialisiert sich ausschließlich auf langsame oder schnelle Stücke, auch in Ordnung.

So ist das auch mit dem menschlichen Körper am Weg zur und während sexueller Erregung. Welchen Rhythmus und welche Intensität gerade passen, kann nur jede Person selbst bestimmen. Die Fähigkeit, den Rhythmus zu ändern und anzupassen, ist wichtig für „guten“ Sex und erlernbar.

Der Bewegungsraum

Beim Sex braucht man ein bewegliches Becken. Aber nicht nur das soll beim Sex mobil sein! Auch der Oberkörper darf sich bewegen und so den Raum einnehmen, den er braucht. Ein fließender Bewegungsablauf von Becken und Oberkörper ist dabei besonders wichtig. Man kann sich das ganze vorstellen wie Wellen, die den gesamten Oberkörper-Becken-Bereich durchfließen.

Hier eine kleine Übung, die man im Stehen, Liegen oder Sitzen probieren kann: Der Brustbereich wird nach vorne geschoben, während sich das Becken gleichzeitig zurück schiebt. Anschließend geht das Becken nach vorne und der Brustbereich zurück. Diese Abfolge wird fließend wiederholt. Dabei kann der Rhythmus immer wieder verändert werden.

Je angenehmer und leichter die Bewegungen in Becken und Oberkörper sind, desto mobiler und fließender können sie auch beim Sex eingesetzt werden. Es macht also Sinn, diese Regionen auch im Alltag mit einfließen zu lassen und diese Bewegungen zu trainieren.

Die Atmung

Wie man atmet, hängt meist davon ab, was man gerade macht. Wenn man dem Bus nachläuft, atmet man schneller als wenn man gemütlich auf dem Sofa sitzt – das ist klar. Gleichzeitig kann man eine Tätigkeit durch die richtige Atmung beeinflussen.

Beim Sex führen tiefe Atemzüge durch den Mund dazu, dass man innerlich mehr spürt. Aber natürlich muss auch der Atem den anderen Mechanismen angepasst werden. Ein schneller Rhythmus erfordert auch eine schnellere Atmung, sonst passt das ganze nicht mehr zusammen. Wie man die Atmung kontrolliert und angepasst anwenden kann, kann man ebenfalls trainieren.

Hier also eine Erweiterung der vorigen Übung: Während die Brust nach vorne geht, wird tief eingeatmet. Sobald das Becken nach vorne geht, wird ausgeatmet. Hierbei kann man ausprobieren, ob man Unterschiede zwischen Nasen- und Mundatmung spürt und wie es sich anfühlt, den Rhythmus zu variieren.

Im nächsten Blogbeitrag befassen wir uns mit der vierten Komponente, dem Beckenboden!

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